Umbau und Sanierung
Ziegelstr. 30/1


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Bauherr :

Bauherrengemeinschaft
Aumüller, Blaich und Schlecht
Ziegelstr. 30/1
71063 Sindelfingen

 

Projektdaten :

Planung

1987
Ausführung 1997 - 1998
Umbauter Raum 1.202 m³
Nutzfläche 305 m²
Bruttogrundrißfläche 5.612 m²

Grundstücksgröße

 

430 m²
Projektbeschreibung :

Die Grundstücksgesellschaft Aumüller, Blaich und Schlecht hat sich 1983 für den Kauf des
Gebäudeensembles Ziegelstlraße 30 / 30A beworben und 1985 eine Zusage erhalten.

Die umzubauende Scheune aus dem 19. Jahrhundert ist Teil der Sachgesamtheit des Gehöftes Ziegelstraße 30 / 30A und seit 1984 ein Kulturdenkmal gemäß § 2 DSchG.

In ersten Beratungen mit der Sanierungsberatungsstelle Sindelfingen und dem Landesdenkmalamt
Baden-Württemberg wurde festgelegt, dass eine Sanierung nur im Einklang mit dem Leitfaden zur Bauberatung in Altstadtbereichen durchgeführt werden darf und Ergänzungs- und Ersatzmaßnahmen
am Objekt sich einer Formensprache bedienen sollen, die der vorhandenen Gebäudegestaltung nicht fremd ist.

Die geplante Nutzung sollte sich grundsätzlich an den Belangen der Denkmalpflege orientieren
und gegebenenfalls Einschränkungen in Kauf nehmen.

Die Nutzungskonzeption sah im Erdgeschoß einen Laden, im 1. Obergeschoß und den Dachgeschossen
ein Architekturbüro, sowie ein separates Büro im 1. Dachgeschoß vor.

Die ursprünglich halbgeschossig versetzten Ebenen der Scheune wurden zugunsten einer
Nutzungsflexibilität egalisiert unter Beibehaltung der dreischiffigen Grundrißstruktur mit
Barn und Tenne.

An entsprechender Stelle befinden sich im 1. und 2. Dachgeschoß Deckenaussparungen mit einläufigen Treppen.

Das ehemalige Scheunentor wurde in seinem Charakter und seinen Proportionen erhalten durch Einfügung einer vertikal gegliederten Verglasung, in welche die Zugangstüre integriert ist.

Zur Belichtung der Dachgeschosse wurden auf beiden Seiten des Satteldaches Zwerchgiebel mit Deckelschalung angeordnet.

Bei der Anordnung und Proportionierung der Fassadenfenster wurden vorwiegend rechteckige
Fensterformate gewählt und entsprechend der Gestaltungssatzung maximal 15 % Glasanteil
je Fassade vorgesehen.

Das Fachwerk wurde außen und innen sichtbar belassen, die Ausfachung erfolgte mit
homogenen, verputzten Wärmedämmsteinen.

Die Dachdeckung wurde analog dem historischen Vorbild mit engobierten Biberschwanzziegeln in Einfachdeckung ausgeführt.

 

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